Der Muskeltest stellt ein präzises Biofeedback-Instrument dar. Die Funktionsweise ist so beeindruckend wie einfach.
Wir alle kennen die Redensart der weichen Knie, wenn uns etwas Unangenehmes oder Schwächendes zuteil wird. In ähnlicher Weise testet der Kinesiologe den Klienten. Er gibt unter Belastung eines Indikatormuskels einen Reiz an den Klienten.
Ein solcher Reiz kann eine Frage nach individuellen Befindlichkeiten, nach Erlebnissen, aber auch genau so gut einem Lebensmittel sein.
Erlebt der Klient den Reiz als stressfrei, so ist das Gehirn in der Lage, die Belastung des Muskels und den Reiz gleichermaßen zu verarbeiten.
Liegt auf dem Reiz ein emotionaler oder körperlicher Stress, so erfährt das Gehirn des Klienten eine kurzzeitige Irritation und kann der Belastung des Muskels nicht standhalten. Der Muskel wird schwach. Prinzipiell ist jeder intakte Muskel geeignet, um als Indikatormuskel genutzt zu werden. In der Praxis wird häufig der Deltamuskel (Muskel zum Heben des Armes) bevorzugt.
Ist die Ursache detailliert erhoben, setzt der Kinesiologe, die durch die Anwendung des Muskeltests ermittelten Korrekturen der angewandten Kinesiologie an. Durch die Integration verschiedener Techniken, wie z.B. aus dem Neurolinguistischen Programmieren, der Akupressur und Chiropraktik, ist die Zahl der möglichen Korrekturen sehr beträchtlich.